Die besten Gartenpflanzen zur Anlockung von Bestäubern

Ein blühender Garten voller Insekten wie Bienen, Schmetterlingen und Hummeln ist nicht nur eine Augenweide, sondern auch ein wichtiger Beitrag zum Schutz der Biodiversität. Bestäuber sorgen dafür, dass zahlreiche Pflanzen Früchte tragen und Samen ausbilden können. Wer in seinem Garten gezielt Pflanzen setzt, die Bestäuber anziehen, fördert nicht nur deren Population, sondern profitiert auch von einer üppigen Blütenpracht und Ernte. Im Folgenden erfahren Sie, welche Pflanzen besonders gut geeignet sind, um Bestäuber in Ihren Garten zu locken und damit einen wichtigen Beitrag zum ökologischen Gleichgewicht zu leisten.

Wildstauden als wahre Insektenmagneten

Der gewöhnliche Dost, auch als Oregano bekannt, begeistert nicht nur durch sein würziges Aroma, sondern vor allem durch seine langen Blühzeiten und die Vielzahl an violetten Blüten, die Bienen, Hummeln und Schmetterlinge in großer Zahl anziehen. Besonders in naturnahen Gärten bereichert Oregano das Blütenbild über viele Wochen und stellt eine kontinuierliche Nahrungsquelle dar. Seine ätherischen Öle wirken zudem schützend gegen manche Schädlinge, sodass sich um ihn herum ein lebendiges Treiben unterschiedlicher Insektenarten entfalten kann. Mit seinem unkomplizierten Wuchs ist der Dost eine Bereicherung für jeden Garten, der auf die Förderung von Bestäubern setzt.

Blühsträucher – Struktur und Vielfalt für Bestäuber

Sommerflieder (Buddleja)

Der Sommerflieder ist aufgrund seiner langen, üppigen Rispen aus lilafarbenen Blüten ein Magnet für Schmetterlinge aller Art. Sein charakteristischer Duft lockt im Hochsommer zahlreiche Insekten an und sorgt für ein buntes Treiben an jedem sonnigen Tag. In Gärten, die gezielt Bestäuber fördern sollen, sollte der Sommerflieder unbedingt einen Platz finden. Durch sein buschiges Wachstum bietet er zudem Schutz und manchmal sogar einen Unterschlupf für kleinere Tiere. Dank seiner Robustheit gedeiht der Sommerflieder auch in städtischen Gärten prächtig.

Kornelkirsche

Die Kornelkirsche ist ein heimischer Wildstrauch, der im zeitigen Frühjahr seine leuchtend gelben Blüten zeigt. Damit stellt sie eine der ersten Nahrungsquellen für Bienen bereit, wenn ansonsten im Garten noch kaum etwas blüht. Ihr dichter Wuchs bietet außerdem Schutz für Wildbienen und andere Insekten. Nach der Blüte entwickeln sich essbare, vitaminreiche Früchte, die Vögeln zusätzliche Nahrung bieten. Die Kornelkirsche ist pflegeleicht und somit ideal für Bestäuber-freundliche Gärten.

Schlehe

Die Schlehe ist ein weiterer heimischer Strauch, der schon vor dem Laubaustrieb über und über mit kleinen, weißen Blüten übersät ist. Die frühe Blüte bietet Bestäubern einen notwendigen Energieschub nach dem Winter. Daneben bilden die dornigen Zweige ein ideales Versteck für Insekten, die ihre Eier dort ablegen. Im Herbst ziehen die spät reifenden Schlehenfrüchte zahlreiche Vögel an, sodass dieser Strauch den Kreislauf der Natur umfassend unterstützt.

Einjährige Sommerblumen als saisonale Futterquelle

Ringelblume

Die leuchtend orange-gelben Blüten der Ringelblume sind ein Magnet für Wildbienen, Honigbienen und Schwebfliegen. Von Frühsommer bis in den Herbst hinein liefert die anspruchslose Pflanze unermüdlich Nektar und Pollen. Neben ihrer Attraktivität für Insekten wird die Ringelblume wegen ihrer heilenden Eigenschaften auch vielfach in der Naturheilkunde geschätzt. Sie lässt sich leicht aus Samen ziehen und keimt zuverlässig in jedem Gartenboden.

Sonnenblume

Sonnenblumen sorgen mit ihren imposanten Wuchsformen und kräftigen gelben Blüten nicht nur für Sommerstimmung, sondern ziehen auch zahlreiche Bestäuber an. Ihre reichlich mit Pollen und Nektar gefüllten Blütenköpfe sind besonders bei Honigbienen beliebt. Nach der Blüte bieten die Samen Vögeln im Spätsommer und Herbst eine wertvolle Nahrung. Die Sonnenblume ist einfach zu kultivieren und sollte in keinem Insekten-freundlichen Garten fehlen.

Kletterpflanzen zur Begrünung und Bestäuberförderung

Das Geißblatt begeistert durch seine duftenden Blüten und ist besonders am Abend für Nachtfalter und andere Bestäuber attraktiv. Die langen Röhrenblüten sind so gestaltet, dass sie Schmetterlingen und großen Wildbienen als Nahrungsquelle dienen. Zudem rankt das Geißblatt schnell und bedeckt unschöne Flächen, was zusätzlichen Lebensraum schafft. Es zeichnet sich durch Regenfestigkeit und eine üppige Blühfreude von Juni bis in den Spätsommer aus.

Zwiebelpflanzen als frühe Nahrungsquelle

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Krokusse zählen zu den allerersten Blütenpflanzen im Gartenjahr und sind daher besonders wichtige Frühüberlebenshilfen für Insekten nach dem Winter. Ihre bunten Blütenkelche öffnen sich in sonnigen Lagen oft schon im Februar oder März und liefern konzentrierten Nektar sowie Pollen. Krokusse breiten sich unkompliziert im Rasen oder unter Büschen aus und bringen so jedes Jahr aufs Neue frische Farben in den Garten.
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Schneeglöckchen sind für viele Wildbienen eine Rettung nach langer Winterpause. Sobald sie im späten Winter oder frühen Frühjahr ihre weißen, glockenförmigen Blüten öffnen, sind sie ein wichtiger Nahrungsbaustein, wenn kaum andere Blüten zur Verfügung stehen. Sie verwildern leicht, vermehren sich selbständig und lassen sich wunderbar in Gruppen pflanzen, um kleine Teppiche unter Bäumen oder Sträuchern zu bilden.
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Die Traubenhyazinthe liefert mit ihren auffälligen, kobaltblauen Blütenständen eine hervorragende frühjährliche Futterquelle für Hummeln und Bienen. Diese Zwiebelblume eignet sich bestens für Beeteinfassungen oder Steingärten und verbreitet sich mit den Jahren zu dichten Blütenteppichen. Traubenhyazinthen sind pflegeleicht und setzen gemeinsam mit anderen Zwiebelpflanzen schöne Farbakzente in jeden Garten.

Wildblumenwiesen – Das Paradies für Bestäuber

Die klassische Margerite bringt mit ihren großen, weißen Blüten viel Leben in den Garten. Sie ist nicht nur bei Bienen sehr beliebt, sondern wird auch von Schwebfliegen, Käfern und Schmetterlingen besucht. Ihre robuste Natur macht sie besonders pflegeleicht; sie wächst auf mageren Wiesen ebenso wie in bunter Mischung im Staudenbeet. Margeriten versamen sich leicht und können so über Jahre ihren Platz behaupten.
Moomsci
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